Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass wir das CROM Regelwerk getestet haben. Wir hatten 2 Spiele auf einem 24×24″ Spielfeld mit ein bisschen Dschungelgelände. Der finstere Schlangenbeschwörer wollte ein Ritual an einem alten Götzenbild abhalten. Das Götzenbild sah aber auch wertvoll genug aus, damit Conan, Red Sonja und Aradros eine Schiffpassage bezahlen konnten. Als Anfangsaufstellung hatte ich den Schlagenbeschwörer und 2 Kultisten auf dem Spielfeld. Der Priester konnte drei weitere Riesenschlangen aus den Dschungelelementen kontrollieren und so in den Kampf schicken.
Die beiden Kultisten, die zusammen in einer Minion-Gruppe steckten, waren in beiden Spielen recht zügig weg. Hier war mir nicht so recht bewusst, dass sie mit ihren zwei “Lebenspunkten” keine erfolgreichen Angriff gegen sich überleben würden. Das der Schlangenpriester die Schlangen erst bezaubern musste führte dazu, dass ihm von Anfang an einige Würfel fehlten und er so dem Nahkampf später wenig endgegensetzen konnte.
Was ich aus den ersten Spielen gelernt habe ist, dass Miniongruppen von 2 Figuren definitv zu klein sind. Matakishi schreibt in den Regeln, dass die Gruppen 3-5 figuren groß sein sollen, aber ich hatte nur 2 Kultisten-Miniaturen und dachte es wäre ok. Das Zweite ist, dass es einen Mechnanismus geben muss, mit dem man Figuren im Kampf binden kann. Die Helden haben sich schnell aus dem Kampf gelöst und sind den Priester angegangen. Hier haben wir uns überlegt, dass jede Miniatur, welche noch Kampfwürfel hat, einen Schlag ausser der Reihe, gegen den sich lösenden ausführen kann.
Ein Weiteres, was nicht nur uns aufgefallen ist; es gibt wenig, was die Charaktere individuell erscheinen lässt. Red Sonja und Aradros hatten beide einen Wert von 10 und das war´s. Im Blog Tiny Solitary Soldiers hat sich jemand Gedanken zu einem Fertigkeiten- oder Stunt-System gemacht. Dabei hat jeder Charakter einige Handkarten, mit denen er ein besonderes Maneuvern einmal im Spiel durchführen und die Karte dann ablegt. Unsere Überlegungen gingen dann soweit, dass es auch Charakter spezifische Maneuver gibt. Ich werde dazu etwas vorbereiten und wir werden es beim nächsten Mal testen.
Die Push Back-Idee von TTS gefällt mir, so dass ich sie in unser Regelwerk aufnehmen werde. Ein Charakter kann einen Schadenspunkt einsetzen, um einen Gegner einen Zoll zurückzudrängen. eine interessante Option bei nicht ebenem Gelände.
Etwas, an dem ich noch arbeite, ist ein Kampagnen-System, bei dem die Charaktere von Szeanrio, zu Szenario besser werden. Einfach nur die Würfelzahl zu erhöhen ist da nicht angebracht.
Ansonsten habe ich mir noch die Microlite20-Regeln als Alternative zu D&D 3.x angeschaut. In ihrer Rohform als Basic und Standard Edition sind sie mir jedoch zu einfach; die Regel werden hier auf das allernötigste runtergebrochen. Es gibt nur 3 Stats und keine Fertigkeiten. Rassen und Klassen fügen einige Sonderregeln hinzu und individualisieren dadurch den Charakter ein bißchen.
Es gibt jedoch auch, neben anderen, eine Golden Edition, die wiederrum umfangreicher zu sein scheint. Und vielleicht das bietet, was ich suche.
Gestern habe ich mir dann nochmal Conan, der Zerstörer von 1984 mit Arnold Schwarzenegger und Grace Jones angeschaut. Der Film erweckt den Eindruck einer modernen Parodieverfilmung des Conan-Themas, ala “Fantastic Movie” oder “Meet the Spartans”. Eine Gruppe flacher, dümmlicher Charaktere begleitet die jungfräuliche Prinzessin zu einem Schloß, in dem sich ein Juwel befindet, mit dessen Hilfe man an anderer Stelle das Horn Dagons bekommt, mit dem jener aufgeweckt werden kann. Der Plottwist, der direkt am Anfang verraten wird, Bombataa, der Vertraute der bösen Königin, soll Conan nach getaner Arbeit töten und die Prinzessin muss dem erwachten Dagon geopfert werden. Da es für den Zuschauer keine weiteren Überraschung mehr im Laufe des Films gibt, kommt auch keine weitere Spannung auf. Der Zuschauer verfolgt, wie die “Charaktere” von einem Ort zum anderen Reisen, überall ein wenig kämpfen, Toth-Amon zur Nebenfigur verkommt und zum Schluß Conan gewinnt und seiner Wege zieht. Ich persönlich finde, dass dieses Machwerk das Schlechteste ist, was es an Conan Verfilmungen gibt und kann absolut keine Empfehlung dafür aussprechen.
Des Weiteren bin ich zwar fleißig, was das Bemalen und den Geländebau betrifft, auch wenn ich noch andere Projekte parallel laufen hab, aber ich habe immer noch keine richtig funktionierende Kamera, was dem Bloggen auf einem Miniaturen-Blog irgendwie ein wenig den Spaß nimmt.